Archive for September 3rd, 2010

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Das Ende (ist ein neuer Anfang) / The End (is a new beginning)

Freitag 27. August 2010

Um 6.30 Uhr klingelt mein Wecker, obwohl ich felsenfest überzeugt war, ihn auf 6 gestellt zu haben.
Ich höre mich Fluchen und sehe mich duschen.
Um 7 Uhr bin ich wach.
Maria sieht unten an der Rezeption nicht frischer aus und ruft mir ein Taxi.
Bis 7.30 Uhr packe ich wie blöd.
Hurra: Meine neue Jacke vom „Vintage Glory“ passt noch in das Handgepäck.
Seit ich mitbekomme, mit wie viel Handgepäck manch Tussi fliegt,
nehme ich auch viel mehr in viel grösseren Taschen mit. Das Inventar des mobilen Lebens.
Um 7.35 Uhr verlasse ich das Commercial.
Ein netter Taxifahrer aus dem Norden Iraks (Kurde) erzählt mir von einem Sänger,
der unter Hussein die Wahl hatte: Zunge raus oder die Augen blind.
Er entschied sich für die Blendung der Augen, um weiter singen zu können.
Oh mein Gott. Zu viel Emotion. Zu viel Drama. Was erzählt er mir das am frühen Morgen?
Es ist kaum ein Unterschied in der westlichen Welt zu reisen.
Bei Ländern wie Irak ist das sicherlich erheblich different.
Daher interessieren mich die nicht-westlichen Länder auch immer mehr.
Am Flughafen sehe ich einen etwa 12 jährigen Jungen,
der sich bitter weinend von einer ca. 50 jährigen Frau verabschiedet. Oh mein Gott!
Er ist so traurig und ich sehe, wie stark er dabei ist. Wie er kämpft. So viel Liebe in diesem Bild.

Um 10.15 Uhr geht mein Flug.
Die Kontrollen sind völlig in Ordnung und ich werde sehr freundlich behandelt.
Um 11 Uhr -Verspätung wegen „Sicherheitscheck“- starten wir.
Meine Theorie: Es ging um meinen Rucksack.
Mit dem Loop drin, Akku-Geräten und Verkabelungen könnte ich mir eine Spezial-Untersuchung vorstellen.
Ab nach L.A. -international Airport.
Dort 10 Stunden Aufenthalt und weiter nach Atlanta! („Georgia on my mind…“)
Es fühlt sich grad nichts real an.
Ich sehe 2 Frauen um die 60 Jahre.
Sie sehen aus, wie altgewordene Hippies. Sehr süss.
Sofort habe ich erotische Fantasien. Die sind sexy für ihr Alter!
„LA-Woman“ von den Doors fällt mir ein.
So gegen 12 Uhr verlasse ich Kanada in luftiger Höhe.
Das war es.
Meine Reise.

Es geht jetzt nach Atlanta.
Dort starte ich mit Dad’s Garage die weltweit einzigste Big-Lebowski-Theaterversion (im Shakespeare-Style).
Ein spannendes Projekt.
Ausserdem werden Kevin und ich unsere transatlantische HippHop auf Cello EP recorden.
Davon werde ich in unregelmässigen Abständen von 7-14 Tagen immer mal wieder berichten.
Also schaut rein, wenn ihr wissen mögt,
wie sich eine amerikanische Metropole für ein deutsches, musizierendes Landei anfühlt.

Allen Lesern vielen Dank.
Ohne Zuspruch, wäre es nie so regelmässig weitergegangen mit dem Blog.
Mittlerweile sind über 70 Seiten zusammen gekommen.
Einen Riesendank an Michael Runkewitz, der die Überschriften aussucht und Bilddokumente findet.
Eine Art Lektor, der auch mal nachfragt:
„Sag mal Niko, die Sache mit Wulff und seinem Schwanz in der Küchenreibe bei Familie Merkel.
Sollen wir die nicht rausnehmen?“ 😉
Fetten Respekt für Phine, die so schön ins Englische übersetzt.
Es gab Lob von kanadischer Seite dafür.
Ich habe durch die Übersetzungen selbst noch mein Englisch verbessern können!
Danke Phine und hoffentlich in Bälde auf ein Bier in Weimar/Berlin.
Und sowieso:
Danke Kanada!
Edmonton, Winnipeg,
Karen, Amy, Arlen, Kev, Bursey, Andrew, Katy, Brad, Cadence, Matt, Joe, Joel, Scott,
Thomas, Michi, Uta, Pete, Emo, Agnieszka, Dave, Nika, Mag and Myles, Kelly, Doug
und noch mal Doug, Community Exchange Church Winnipeg, Lukas, Erik, April,
„Fyxx“ on Albert, „Commercial“ on Whyte Ave, Maria, Art, Dylon und Sylver.
Mein Leben ist erfüllt mit sehr viel Support. DAAAAAANKEEEEEE!
Und apropos „blind“ und „Leben“ und überhaupt:
Es gab einen Fringe-Schauspieler, der mich wahnsinnig interessiert hat.
Er ist zu 91% blind.
Er hat mit seiner Figur „Cancer“ eine Soloshow und spielt bei „Freud vs. his Ego“.
Ich ahne in etwa, welche Hürden der Mann auf sich nimmt.
Respekt vor soviel Können gepaart mit Mut!
Das krasse für mich ist auch, dass ich das nie von selbst gemerkt habe, dass er blind ist.
Er ist unglaublich gut und für mich das Symbol des Sommers,
dass wir alle machen können was wir wollen, wenn wir es auch wollen und nicht nur wünschen.
Denn „Wollen“ soll -laut Nietzsche- „Haben“ implizieren…
Sich selbst in die richtige Richtung drehen.
Von dort ein paar Schritte und los geht’s!
Oder wie ich es neulich auf einem Plakat in Calgary gelesen habe:
„Act the way you wanne be and soon you will live the life you act.“ (Leonard Cohen)

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